Die Baugeschichte des Klosters erstreckt sich über einen Zeitraum von über 500 Jahren. Aus der Romanik sind heute nur noch wenige Überreste erhalten, da das Kloster im späten 14. und 15. Jahrhundert im Stil der Gotik erneuert wurde. In den letzten Jahrzehnten vor der Säkularisierung erhielt das Kloster dann seine heutige Gestalt. Besichtigen könnt ihr z. B. die ehemaligen Schlafräume der Mönche, die Refektorien, die Küche, das Backhaus und die Vorratsräume.
Besonders beeindruckt hat mich der Festsaal, den David von Winkelsheim (vor 1460-1526), der letzte Abt des Klosters, neben seinen Wohnräumen einrichten ließ. Da hier wichtige Gäste empfangen wurden, ist der Saal entsprechend repräsentativ gestaltet: Die Decke zieren prächtige spätgotische Schnitzereien und die Wände sind im Stil der Renaissance bemalt. Die Wandmalereien, die vermutlich von verschiedenen Künstlern gefertigt wurden, zeigen Motive aus Religion, Antike und Zeitgeschichte.
Sehenswert ist auch der Klostergarten mit seinem Heilpflanzengarten, in dem es viele verschiedene Kräuter wie Frauenmantel, Mönchspfeffer, Schafgarbe und Moschusmalve gibt.
Adresse: Fischmarkt 3, CH-8260 Stein am Rhein. Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise findet ihr hier.
Sehr hilfreiche, kundige und wohldosierte Darstellung unserer wundervollen Nachbarstadt. Als Bewohner der Höri kenne ich Stein ein wenig, muss demnächst ein kleines Besuchsprogramm für eine anspruchsvolle Gruppe zusammenstellen und dieser eher zufällig gefundene Beitrag taugt äußerst gut zur Vorbereitung, Danke
Lieber Herr Schwörer,
das freut mich sehr, dass mein Beitrag hilfreich für Sie ist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Besuchsprogramm in Stein.
Herzliche Grüße
Daniela Frey